AG Provenienzforschung Schweiz

Perspektiven der Provenienzforschung

Provenienzforschung wird als eine Auseinandersetzung mit den historischen Erwerbungskontexten von Artefakten und Sammlungen begriffen. Die Rolle der Schweiz als politisch neutraler Staat im internationalen Gefüge, die hohe Dichte an öffentlichen und privaten Sammlungen sowie der Spitzenplatz auf dem internationalen Kunstmarkt – dies alles sind gewichtige Gründe, die Provenienzforschung mit einem gezielten Fokus auf die Eidgenossenschaft voranzutreiben. Aufgabengebiete sind die Untersuchung der Schweizer Kulturpolitik, von Erwerbungen für private und öffentliche Sammlungen sowie von transnationalen Verflechtungen des Kulturgütertransfers, insbesondere in Unrechtskontexten von Kolonialherrschaft oder dem NS-Regime.

Die AG Schweiz setzt sich zum Ziel, sich über aktuelle Projekte und Desiderate der Provenienzforschung in der Schweiz auszutauschen und das Forschungswissen institutionenübergreifend auf nationaler und internationaler Ebene zu teilen. Der Mitgliederkreis der AG Schweiz überschneidet sich teilweise mit dem des im Frühjahr 2020 gegründeten Schweizerischen Arbeitskreis Provenienzforschung (SAP), vgl. www.provenienzforschung.ch), dem in erster Linie in der Schweiz tätige Personen angehören. Die Zusammenarbeit zwischen dem Schweizerischen und dem internationalen Arbeitskreis e. V. zu vertiefen, ist Anliegen der AG Schweiz.

InteressentInnen wenden sich bitte an Joachim Sieber unter ag-schweiz@arbeitskreis-provenienzforschung.org.

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