Der Arbeitskreis Provenienzforschung e. V. – mit über 650 Mitgliedern das größte Netzwerk von Provenienzforschenden weltweit – trägt das gemeinsame Positionspapier „Kunst- und Kulturwissenschaften rufen zur Verteidigung der Wissenschaftsfreiheit gegen rechtsextreme und rechtspopulistische Angriffe auf“ mit.
Die gezielte Delegitimierung historischer Forschung ist kein Randphänomen, sondern eine erkennbare Tendenz rechtspopulistischer und rechtsextremer Politik. Besonders im Fokus steht dabei die Provenienzforschung: Ihre oft nur befristet geförderte Arbeit macht sie angreifbar – dabei ist sie unverzichtbar, um Unrecht aufzuarbeiten, sei es der NS-verfolgungsbedingte Kulturgutentzug, Verluste in SBZ/DDR oder die Aneignung von Kulturgütern aus kolonialen Kontexten. „Dieser Entwicklung treten wir offensiv entgegen.“ Diesem Leitsatz des Positionspapiers schließt sich der Arbeitskreis an.
Mit dem Bündnis fordert der Arbeitskreis eine Stärkung der Resilienz wissenschaftlicher und kultureller Institutionen.
Das gemeinsame Positionspapier der folgenden Verbände, Vereine und Arbeitsgemeinschaften schildert die Situation, benennt explizit Rechtsextremismus und Rechtspopulismus als Bedrohung und umreißt, was wir in unseren Arbeitsfeldern tun können und tun wollen.
- AICA – Internationaler Verband der Kunstkritikerinnen und Kunstkritiker, Sektion Deutschland e. V.
- Arbeitskreis Digitale Kunstgeschichte
- Arbeitskreis Kunstgeschichte inklusiv
- Arbeitskreis Provenienzforschung e. V.
- Deutscher Museumsbund e. V.
- Deutscher Verband für Kunstgeschichte e. V.
- Deutscher Verein für Kunstwissenschaft e. V. (DVfK)
- Kunsthistorischer Studierendenkongress (KSK)
- Ulmer Verein – Verband für Kultur- und Kunstwissenschaften e. V.
- Verband der Gedenkstätten in Deutschland e. V. (VGD)
Das vollständige Positionspapier finden Sie hier.