Koope­ra­ti­on im Bereich von Infra­struk­tur und Pro­ve­ni­enz­for­schungs­pro­jek­ten zu Samm­lun­gen und Bestän­den aus kolo­nia­len Kon­tex­ten gestartet!

Die Teilnehmer:innen des DFG-Rund­ge­sprächs erör­ter­ten einen Tag lang gemein­sa­me Stra­te­gien für den Auf­bau nach­hal­ti­ger Forschungs(infra)strukturen, Syn­er­gie­ef­fek­te  und ver­schie­den­ar­ti­ger Zugangs­lö­sun­gen sowie Mög­lich­kei­ten zu gemein­sa­men, koor­di­nier­ten Folgeschritten.

Geplant ist eine Zusam­men­ar­beit auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne und die Orga­ni­sa­ti­on einer inter­na­tio­na­len Kon­fe­renz im Jahr 2022. Hier soll u.a. aus­ge­lo­tet wer­den, wie die Mit­spra­che bei und der Zugang zur For­schung (und ihren Ergeb­nis­sen) für Her­kunfts­ge­sell­schaf­ten künf­tig eben­so gewähr­leis­tet wer­den kann, wie der respekt­vol­le Umgang mit sen­si­blen Daten und Objekten.

Ein wei­te­res Tref­fen der Grup­pe wird im Febru­ar 2021 statt­fin­den. Das DFG-Rund­ge­spräch wur­de von der Arbeits­grup­pe Kolo­nia­le Pro­ve­ni­en­zen des Arbeits­krei­ses Pro­ve­ni­enz­for­schung e.V., dem Deut­schen Zen­trum Kul­tur­gut­ver­lus­te, den Fach­in­for­ma­ti­ons­diens­ten Afri­ka­stu­di­en und Sozi­al- und Kul­tur­anthro­po­lo­gie sowie der Koor­di­nie­rungs­stel­le für wis­sen­schaft­li­che Uni­ver­si­täts­samm­lun­gen in Deutsch­land an der Hum­boldt-Uni­ver­si­tät Ber­lin organisiert.

Haupt­an­lie­gen waren:

  • ers­tens, Akteur:innen ins Gespräch mit­ein­an­der zu brin­gen, die digi­ta­le Zugän­ge zu rele­van­ten For­schungs­da­ten zur Kolo­ni­al­zeit benö­ti­gen und/oder schaf­fen bzw. nach­hal­tig gewährleisten,
  • zwei­tens, zur bes­se­ren Koor­di­na­ti­on und Ver­net­zung von Pro­jek­ten in den ver­schie­de­nen fach­li­chen wie insti­tu­tio­nel­len Fel­dern bei­zu­tra­gen, und
  • drit­tens, gegen­wär­ti­ge und zukünf­ti­ge Bedar­fe der Akteur:innen zu ermitteln.

Unter der Teilnehmer:innen waren Vertreter:innen von Biblio­the­ken, Archi­ven, Muse­en und Samm­lun­gen, For­schungs­för­de­rung- und ‑infra­struk­tur­in­sti­tu­tio­nen, sowie Provenienzforscher:innen und Wissenschaftler:innen u.a. aus Geschichts- und Kunst­wis­sen­schaf­ten, Eth­no­lo­gie und Poli­tik­wis­sen­schaft, die sich mit Expert:innen für Digi­ta­li­sie­rung in Wis­sen­schaft und Kul­tur austauschten.